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Anreise • Stadtplan • Castel S. Elmo • Vomero • Funicolare Centrale • Castel Nuovo • Altstadt • Napoli Links


Neapel wurde von einigen Siedlern aus Cuma unter dem Namen Partenope gegründet. Gegen 600 v. Chr. besetzten andere griechische Siedler die Stadt und haben sie in Neapolis umbenannt, um sie von dem antiken Zentrum Paleapolis zu unterscheiden. Später, nach abwechselnder Besetzung durch das römische Kaiserreich, Goten, Byzantiner, Normannen, Staufer und dann die Anjous, wurde die Stadt im Jahre 1504 spanische Provinz. Nach einer kurzen Zeit unter österreichischer Herrschaft wurde sie wieder spanisch und dann Hauptstadt des bourbonischen Königreiches. Die Vielseitigkeit dieser Stadt, hervorgerufen durch all diese verschiedenen Fremdherrschaften, ist noch heute in den unterschiedlichen Architekturstilen und in den verschiedenen Einflüssen in Kunst, Kultur, Folklore, Musik, Handwerk und auch der Küche Neapels greifbar. Die Natur Neapels, vor allem sein Panorama, gehören noch heute zu den faszinierendsten der Welt: der unverwechselbare Kegel des Vesuvs, der Golf, dessen Küste sich sanft dem Profil der Inseln am Horizont entgegenstreckt - das sind unvergessliche Anblicke.

Wenn ich Neapel in einem Satz beschreiben müßte, dann würde ich es so sagen:

Neapel ist die interessanteste Stadt der Welt, in der sich hupende Blechlawinen ineinanderschieben und wo man das Blau des Himmels nicht erkennen kann, weil über den engen dunkelen Straßenschluchten nur Wäsche flattert.

Natürlich ist Neapel noch viel mehr! Zum Beispiel die dichtest besiedelte Stadt Europas. Eine Stadt, in der jeder Quadratzentimeter des schwarzen Lavapflasters, der Umsatz verspricht Markt ist. Wenn sich all diese Fakten bislang nur negativ angehört haben, hier nun das Wichtigste:

Neapel ist die schönste Stadt der Welt! Warum? Wegen der Napoletaner, wegen ihrer Spontanität, ihrer gewinnenden Herzlichkeit, die trotz Geschäftstüchtigkeit keinesfalls berechnend ist.

Mir selbst ist es schon passiert, dass ich an einer Tankstelle mitten in Neapel nach dem richtigen Weg fragte und statt der erwarteten Antwort ersteinmal zu einem Espresso zwischen den Zapfsäulen eingeladen wurde.

Als Reiseziel ist Neapel, wegen der hohen Kriminalitätsrate bei vielen in Verruf geraten. Nicht so bei mir! Ich war schon ziemlich oft dort und noch nie bin ich in irgeneiner Art und Weise bestohlen worden. Aber ich muß auch gestehen, dass ich nicht mit einer 4000 Mark teuren Videokamera vor den Bauch geschnallt durch die Stadt renne, sondern vielmehr am eigentlichen Leben teilhabe und dazu braucht man wirklich nicht viel.

Gleiches gilt für die Anreise mit dem Auto. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es eigentlich völlig unproblematisch ist, wenn man sich mitten in Neapel durch den Verkehr jongliert. Es gibt nicht viele Regeln, die unbedingt eingehalten werden sollten, außer eine: Niemand sollte auf sein Recht im Straßenverkehr bestehen, der Schnellere gewinnt immer!


Anreise

Wie kommt ihr nun am besten hin nach Neapel. Nun, diese Frage kann ich euch nicht beantworten, das hängt wohl mehr von euren Neigungen ab. Ich persönlich bevorzuge die Anreise mit dem Flugzeug. Vom Flughafen kann man dann mit dem Taxi für ca. 25 € (den Preis unbedingt vorher aushandeln!!!) bis zum Hafen, bzw. bis in die Innenstadt fahren, das dauert ungefähr 30 Minuten.

Aber es geht auch wunderbar mit der Bahn, denn der Bahnhof liegt total zentral in der Innenstadt. Es dauert natürlich seine Zeit (von München ca. 11 Stunden), deshalb ist ein Liegewagen empfehlenswert.

Mit dem Auto sollte wirklich nur jemand anreisen, der in Neapel ein konkretes Ziel hat. Es ist sehr schwer dort einen Parkplatz zu finden. Natürlich gibt es eine ganze Reihe bewachter Parkhäuser, dort sollte man sich aber immer vorher anmelden!


Stadtplan

Damit ihr auch eine Vorstellung davon machen könnt, wo in dieser großen Stadt die nachfolgend beschriebenen interessanten Punkte sind, habe ich eine kleine Karte eingefügt.

Castel S. Elmo • Vomero •  Funicolare Centrale • Castel Nuovo • Altstadt



Castel S. Elmo und die super Aussicht


Nun komme ich endlich zu den Dingen, die ihr euch, wenn ihr einmal in Neapel seid, unbedingt ansehen solltet. Da ist zum Beispiel der wunderbare Blick auf die gesamte Stadt. Diesen einzigartigen Blick, der sogar Goethe schon zum schwelgen anregte "Neapel sehen und sterben...", könnt ihr von den Mauern des Castel S. Elmo am besten erhaschen. Das Castel selber ist ziemlich langweilig, es lohnt sich wirklich nicht, den Eintritt dafür zu bezahlen. Den Vesuv kann man leider auch nur sehr selten von dort oben sehen, weil die Stadt meistens von einer dicken Smog-Wolke umhüllt ist und damit der Vesuv im Rauch verschwindet.



Vomero

Wenn man schon den Weg rauf zum Castel geschafft hat, dann solte man unbedingt auch einmal durch dieses typisch italienische Stadtviertel gehen. Es ist ein gutbürgerliches Wohnviertel mit Blick auf die weniger erstrebenswerten Viertel der Stadt, ein Produkt der Bodenspekulation der Jahrhundertwende und der 50er Jahre. Kommunikationsfreundlich ist Vomero bestimmt nicht. Es gibt dort auch einige Supermärkte, wo "man" abr nicht kauft. Das besorgen die Dienstboten an den Märkten der Porta Nolana oder Porta Capuana.



Funicolare Centrale


Funicolare fahren gehört zu Napoli. Sie ist ein Stück Folklore, zudem erspart sie lange Umwege mit dem Bus. Es ist ein Erlebnis, im rasanten Fußgängertempo klappernd und schaukelnd den Berg hochgezogen zu werden, regelrecht Höhe zu machen. Leider befindet man sich die meiste Zeit im Tunnel. In Neapel gibt es mehrere Funicolari (Schienenseilbahnen). Ich persönlich bin bislang nur mit einer gefahren, der Funicolare Centrale. Sie führt von der Galleria Umberto I (Via Roma) direkt zum Vomero und ist die größte und längste Funicolare, noch richtig museal-altmodisch!

Hier ein Tip, wie man diese Funicolare gleich findet:
Vom Hafen (Molo Beverello! nicht Mergellina)) geradeaus am Castel vorbei auf die Via Toledo. Dann rechts Richtung Piazza Caritá zur Seilbahn - das wars schon.


Castel Nuovo

Das mittelalterliche Königsschloß erinnert mit seinen dicken Mauern und den mächtigen Türmen an den Ecken eher an eine Zwingburg, was durchaus beabsichtigt war. Eventuelle Ankömmlinge zu Wasser, konnten sich sich schon meilenweit vor Napoli auf die Schwierigkeiten bei einer eventuellen Eroberung einstellen. In seiner heutigen Gestalt stammt das Castel Nuovo aus dem 15. Jahrhundert, die Baumeister kamen aus der Toscana und Katalonien.

Ganz früh am Morgen, vor 7 Uhr ist rund um das Castello der Blumengroßmarkt. In der Zeit um Sonnenuntergang, am eindrucksvollsten im Winter, ist die Rückkehr der Stare (storni), die sich den Tag über anderswo in der Stadt ihren Magen vollgeschlagen haben. Dann schwärmen sie in Wolken über die Stadt und anschließend sitzen sie in den Pinien (in jedem Baum tausende) ums Castello und vollführen ein Geschrei wie Maschinenlärm.

Die alte Königsburg ist mehrfach in der süditalienischen Provinz nachgebaut worden, etwa in Venosa (Lucanien) und Castrovillari (Calabrien).


Altstadt

Als "Die Altstadt" wird das Gebiet zwischen der Stazione Centrale (Hauptbahnhof), dem Hafen, der Via Roma, des Piazza Cavour, der Via Carbonara und der Via Poerino bezeichnet. Die Altstadt könnte man besser als das Napoli der kleinen Leute und der großen Adelspaläste bezeichnen. Schon lange wohnen hier keine gut betuchten Familien mehr. Die Altstadt ist Industriegebiet und Wohnviertel zugleich.

Eine der wohl bekanntesten Straßen in Neapel dürfte wohl die "Spaccanapoli" sein. Offiziell taucht diese Straße in keinem Stadtplan und auf keinem Straßenschild auf, aber die Napoletaner nennen sie so. Sie ist 3 km lang und führt gerade durch die Altstadt (Via Pascale Scura, Via D. Capitelli, Via Benedetto Croce, Via S. Biagio dei Librai, Via Vicaria Vecchia, Via Giudecca Vecchia, Vicolo V. Tuputi).
Hier schlägt der Puls der Stadt! Die Spaccanapoli spaltet den griechisch-römischen Stadtkern, den "Decumanus inferior", in zwei Hälften. Wer sie und ihre Seitenstraßen aufmerksam durchwandert, spürt den Puls des wahren Neapel.
Der erste Eindruck dieser endlosen, schmalen Straße ist der einer Schlucht, in der sich ein orientalischer Basar niederließ. Farben, Gerüche, Geräusche, gewühl. Beim zweiten Blick sieht man, dass dieses heutige Armenviertel früher das aristokratische Zentrum der Stadt war. Fast über jedem Torbogen erzählt ein verwittertes Wappen von nobler Vergangenheit. Hier wohnte vor der Zeit der spanischen Vizekönige die große Gesellschaft, bis sie, nach mehr Licht und Luft verlangend, in die Via Toledo umzog. Dann kamen die Ärmsten und teilten die Paläste in viele kleine, mit Wäschegirlanden behangene Höhlen, aus denen auch heute ihre vielen Kinder bis spät in die Sommernächte herausquellen.
Zwischen Via Roma und Piazza Domenico Maggiore, die alte Händlerstraße, dominieren die Buchhändler, die Universität ist nicht weit. Dann schließen sich die Goldhändler an gefolgt von Händlern für Heiligfiguren, Rosenkränzen und Marienbildern. Von der Kreuzung der Via Duomo an kommt der Markt der Anwohner. Hier kann man Grünzeug, Gebackenes, geklaute Radios und Fotoapparate sowie Schmuggelzigaretten erwerben. Die Märkte mit allem, was man zum Wohnen und zur Kindererziehung braucht, setzen sich in die schräg abzweigende Via Forcella fort. Je weiter der Straßenhandel in die Seitenstraßen, Gäßchen und in die Hauseingänge hineingeht, um so zweifelhafter wird die Herkunft der Waren.
Parallel zum Spaccanapoli verlaufen zwei ebenso enge und gerade Straßen. Die Via Tribunali, mit Hinterhöfen, die mit Kleinstfabriken vollgestopft sind und die noch engere und verkommenere Via Anticaglia.
Die Hauptproduktion der Altstadt kommt aus den Hinterhoffabriken, wo zu Minilöhnen Schuhe, Handschuhe, Warenhauskonfektion und Alta Moda, aber auch minderwertiges Plastikspielzeug, Wegwerfschirme und Wicklungen für Elektromotoren hergestellt werden.
Gleichzeitig hat aber auch viel vom traditionellen Handwerk überlebt, vom Flickschuster (die schnell für wenig Geld exzellente Arbeit liefern) bis zum Madolinenbauer. Am beliebtesten bei allen Napoletanern sind die Krippenmacher. Im Museo S. Martino kann man sehr viele vollständig erhaltene Krippen besichtigen.


Napoli Links

Neapel Bildergallerie
Eine super Bildergallerie mit Luftaufnahmen
Wissenswertes über Neapel: Geschichte, Aktuelles, Kultur, Wetter
Offizielle Seite der Stadt Neapel
Interaktiver Stadtplan von Neapel

 

Castel S. Elmo Vomero Altstadt Castel Nuovo Funicolare Centrale

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Zuletzt geändert am 07-Oct-2011 3:33 PM

 
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